Ich liebe es ja, wenn sich meine Töchter mir öffnen, manchmal wünsche ich mir ein anders Timing...
Aber was hilfts? Wenn es brennt, dann ist jeder froh, wenn die Feuerwehr nicht sagt: schlechtes Timing. Wir kommen dann mal später.
Also stelle ich hinten an, was ich gerade vor hatte und öffne Ohren und Herz.
Es sprudelt heraus aus der Jüngeren. So einiges hat sich angesammelt an inneren Unstimmigkeiten in Schule, Sport und hier zuhause. Das Teenagerherz sprudelt nur so über an all den Ungereimtheiten des Lebens und die damit verbundenen Gefühlsturbulenzen. Sie schimpft, jammert, poltert, ist traurig. In wilder Mixtur.
Zuerst höre ich nur zu, dann versuche ich auf die Fragen zu antworten. Ich unterbreite mögliche Sichtweisen und Herangehensweisen, die allesamt immer wieder vom Tisch gefegt werden. Ja aber....
Irgendwann merke ich, wie ich unruhig und zunehmend ungehalten werde. Wir drehen uns im Kreis. Anstatt wie früher sauer zu werden, kommuniziere ich jetzt meine Hilflosigkeit und die damit verbundene steigende Abwehrhaltung.
Da taucht ein Bild in meinem Kopf auf: "wir rühren hier seit fast 20 Minuten in der Kacke und wundern uns, dass es immer mehr stinkt." Pause bei meinem Teenager. Dann kommt ein schallendes Lachen, die Tränen laufen ihr fast übers Gesicht ob dieses Bildes. Der Knoten ist geplatzt, die Laune wieder da, wo sie hin gehört. Nämlich auf die Sonnenseite des Lebens.
Nicht, dass die Dinge verdrängt wären. Sie sind erst mal ins Unbewusste gegangen, dürfen sich dort entwickeln mit allen Lösungsansätzen, die wir beredet haben. Und ich weiß, dass spätestens in ein oder zwei Wochen erste Ergebnisse zu sehen sein werden. Sie wird das eine oder andere auf ihre Weise umsetzen und die nächsten Schritte gehen.
Bis zum nächsten Kackhaufen.... aber vielleicht ist der dann kleiner, oder, wer weiß, vielleicht springt sie da auch einfach drüber oder geht außen rum....
Willst Du Deine Sicht der Dinge auch verändern? Yoga hilft ;-)